BIOGRAPHIE

Christoph Eberle, hyperrealist painter, born 1969, lives and works in Zurich. He graduated as an architect ETHZ, began painting in his early youth, was a self-employed graphic designer for over 20 years and lives now from painting.

 

Tradition and the present

Christoph Eberle's hyperrealistic oil paintings are created in the confrontation between tradition and the present. On the one hand, they continue the history of the old and newer masters such as Caravaggio, Jacques-Louis David, Caspar David Friedrich, Giovanni Segantini, Gerhard Richter, Andy Warhol or Franz Gertsch. These influences and especially Vermeer van Delft's almost photorealistic interpretation of reality meet in Eberle's work a sensitivity that has grown with the digital and high-resolution image reproduction possibilities.

 

Obsession with Detail

Christoph Eberle's pictures are constructed from photographs. However, they are not slavish copies of the photographic originals, but each represent a strong and independent pictorial idea. The hyperrealistic realisation is achieved with the finest and most precise brushstrokes. Such a meticulous approach limits the production to a few pictures per year. 

 

Composing with light

Light as the medium of visual perception is the main element in Christoph Eberle's work. In his pictures, light pours over the objects, constitutes contours, creates sharpness and blurriness. Light reveals and conceals, directs the viewer's gaze.

 

Laboratory of seeing

Christoph Eberle's hyperrealism conveys a radically different approach to the image as such. At first glance, his paintings may seem photographic. But viewers soon understand that they have been led into a laboratory of seeing. 

 

Where a photograph reproduces a moment from a fixed point of view and angle, Eberle's paintings question this point of view. Paradoxically, the calm that emanates from the images sets viewers in motion. They move closer and then again at a distance. Seeing becomes a playful experience. The image deconstructs the self-evidence of the supposedly real.

Works between still and still life

Christoph Eberle works in series. His works can be roughly divided into two categories: stills and still lifes (objects). In both, moments of everyday life are distilled and recomposed until they coagulate into latently unreal compositions. Their hyperrealistic representation is kept non-judgemental. Interpretation and evaluation take place through observation and remain subjective. 

 

Christoph Eberle's object paintings are related to the genre of still life. Painted objects only relate to themselves, the surroundings at best provide the physical stage for the focus. As with classical still lifes, transience is thematised. In the series «Body», the depiction of dead or motionless objects coagulates into a «memento mori» made flesh. In the series «Food», the objects remain, as it were, in an artificially prolonged moment before the inevitable decay. They are as if frozen at the tipping point between food and compost, between functionality and uselessness. 

 

Christoph Eberle's stills are representations of spaces, landscapes, everyday scenes. They are moments in which light and space create clarity and intensity. In contrast to film stills, an event is not condensed in the picture, but a past or a future is created. Something seems to have just begun or to be over - as if the opening credits of a film had just ended or as if its closing credits were about to begin. The static painting latently implies a camera movement to explore the seemingly empty spaces. 

 

Christoph Eberle regularly participates in solo and group exhibitions in Switzerland and abroad. He has a renowned international network of hyperrealist artists at his disposal. Together with Jacques Bodin, one of the main representatives of the European hyperrealism movement, he runs the website hyperrealism.net.

Christoph Eberle, hyperrealistischer Maler, geboren 1969, lebt und arbeitet in Zürich. Der diplomierte Architekt ETHZ begann in seiner frühen Jugend zu malen, war über 20 Jahren freiberuflicher Grafiker und lebt heute von der Malerei.

 

Tradition und Gegenwart

Christoph Eberles hyperrealistische Ölgemälde entstehen in der Auseinandersetzung von Tradition und Gegenwart. Sie schreiben zum einen die Geschichte der alten und neueren Meister wie Caravaggio, Jacques-Louis David, Caspar David Friedrich, Giovanni Segantini, Gerhard Richter, Andy Warhol oder Franz Gertsch fort. Diese Einflüsse und besonders Vermeer van Delfts nahezu fotorealistische Interpretation der Wirklichkeit treffen in Eberles Werk auf eine an den digitalen und hochaufgelösten Bildwiedergabemöglichkeiten gewachsenen Sensibilität.

 

Obsession mit dem Detail

Christoph Eberles Bilder werden aus Fotos konstruiert. Sie sind indes keine sklavischen Kopien der fotografischen Vorlagen, sondern repräsentieren jeweils eine starke und eigenständige Bildidee. Die hyperrealistische Umsetzung erfolgt mit feinsten und präzisen Pinselstrichen. Eine solch akribische Vorgehensweise limitiert die Produktion auf wenige Bilder pro Jahr. 

 

Komponieren mit Licht

Licht als das Medium der visuellen Wahrnehmung ist das tragende Element in Christoph Eberles Arbeiten. In seinen Bildern übergiesst Licht die Objekte, konstituiert Konturen, schafft Schärfen und Unschärfen. Licht offenbart und verbirgt, lenkt den Blick der Betrachter*innen.

 

Labor des Sehens

Christoph Eberles Hyperrealismus vermittelt einen radikal anderen Umgang mit dem Bild als solchem. Auf den ersten Blick mögen seine Gemälde fotografisch scheinen. Doch Betrachter*innen verstehen bald, dass sie in ein Labor des Sehens geführt wurden. 

 

Wo eine Foto einen Moment aus einem fixen Betrachtungspunkt und -winkel wiedergibt, stellen die Bilder Eberles diesen Betrachtungspunkt in Frage. Paradoxerweise bringt die Ruhe, die von den Bildern ausgeht, Betrachter*innen in Bewegung. Sie gehen näher und dann wieder auf Distanz. Das Sehen wird zum spielerischen Erlebnis. Das Bild dekonstruiert die Selbstverständlichkeit des vermeintlich Realen.

 

 

Werke zwischen Still und Stillleben

Christoph Eberle arbeitet in Serien. Seine Werke lassen sich grob in zwei Kategorien fassen: Stills und Stillleben (Objekte). In beiden werden Augenblicke des Alltags destilliert und rekomponiert, bis sie zu latent unwirklichen Kompositionen gerinnen. 
 

Ihre hyperrealistische Darstellung ist urteilsfrei gehalten. Interpretation und Wertung erfolgen durch die Betrachtung und bleiben subjektiv. 

 

Christoph Eberles Objektbilder schliessen an das Genre der Stilleben an. Gemalte Objekte stehen nur in Bezug zu sich selbst, die Umgebung bietet bestenfalls die physikalische Bühne für den Fokus. Wie mit klassischen Stillleben wird Vergänglichkeit thematisiert. Die Darstellung toter, respektive regloser Gegenstände gerinnt in der Serie «Body» zu einem fleischgewordenen «memento mori». In der Serie «Lebensmittel» verharren die Objekte gleichsam in einem künstlich verlängerten Moment vor dem unvermeidlichen Zerfall. Sie sind wie eingefroren auf dem Kipppunkt zwischen Nahrung und Kompost, zwischen Funktionalität und Nutzlosigkeit. 

 

Christoph Eberles Stills sind Repräsentationen von Räumen, Landschaften, Alltagsszenen. Es sind Momente, in denen Licht und Raum Klarheit und Intensität schaffen. Im Gegensatz zu Film-Stills verdichtet sich im Bild nicht ein Geschehen, sondern es entsteht eine Vorvergangenheit oder eine Vorzukunft. Es scheint gerade etwas zu beginnen oder vorbei zu sein – als wäre gerade der Vorspann eines Films zu Ende oder als begänne sein Abspann. Das statische Gemälde impliziert latent eine Kamerabewegung, um die leer wirkenden Räume zu erkunden. 

 

Christoph Eberle nimmt regelmässig an Einzel- und Gruppenausstellungen in der Schweiz und im Ausland teil. Er verfügt über ein namhaftes internationales Netzwerk von hyperrealistischen Künstler*innen. Zusammen mit Jacques Bodin, einem der Hauptvertreter der europäischen Hyperrealismus-Bewegung, betreibt er die Website hyperrealism.net.